Schwimmen Radfahren Laufen
 

Der Ironman-Hawaii übt seit je her nicht nur auf Triathleten sondern auch auf Freizeitsportler anderer Disziplinen eine große Faszination aus. Dabei ist es nicht nur die Streckenlänge von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen, die den meisten Bewunderern als ein unüberwindbares Hindernis vorkommen. Das wogende Meer, die heftigen Mumuku-Winde und die von der Sonne gebackenen Lavafelder sind die speziellen, für manche Triathleten gar Angst einflößenden Bedingungen die den Mythos des Rennens begründen.

Dieser Wettkampf ist mehr als ein Rennen in dem hoch trainierte Weltklasse-Athleten die Grenzen der Ausdauerleistung verschieben. Es ist ein Rennen, in dem jeder Sportler seine eigenen körperlichen und mentalen Barrieren durchbrechen kann und vielleicht sogar muss. Und nicht nur gut bezahlte Profis ernten hier den Ruhm, sondern auch, oder vor allem sogar diejenigen Sportler, die mit starkem Herz, Mut und Willen versuchen das übergroße erscheinende Ziel zu erreichen. Gerade diejenigen Aktiven die zu Beginn des Rennens so aussehen, als könnten sie es niemals bis zur Ziellinie am Pier von Kailua-Kona schaffen, werden dort als die eigentlichen Helden gefeiert.

Sie hatten den Mut, sich an das scheinbar Unmögliche heranzuwagen, machten es auf dem beschwerlichen Weg durch die Lavafelder Bis Islands zum Möglichen, zur Realität. Allein schon mit ihrer Teilnahme an diesem Rennen haben viele Athleten bewiesen, welche Fähigkeiten, welches Potenzial in ihnen steckt. Erst während dieser 226 Kilometer langen Wegstrecke erfahren sie jedoch, aus welchem Holz sie tatsächlich geschnitzt sind, durchleben Gefühle, die andere Menschen niemals kennen lernen werden. Diese Erfahrungen allein sind Lohn genug für die Anstrengungen. Hinzu kommt jedoch das Wissen, ein Ironman zu sein. Es gibt ihnen eine Selbstsicherheit, die sie nie mehr verlässt, deren Kraft sie durchs Leben trägt.

Traditionell wird das Rennen von einem Kanonendonner morgens um sieben Uhr gestartet. Pünktlich um Mitternacht ist es vorbei. Nur diese 17 Stunden bleiben den Athleten, um die Strecke zu bewältigen, und ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Für jede dieser 17 Stunden, stellt das Buch 17 Stunden zum Ruhm – Mythos Ironman Hawaii jeweils einen Triathleten vor, der innerhalb der nunmehr 29 Jahre Ironman-Hawaii-Geschichte etwas Besonderes geleistet hat. Dabei gilt: Ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, oder wie auch immer der Einzelne dieser Protagonisten geartet ist – letztlich mussten sie alle ihren eigenen Weg nach Hawaii bestehen, ihr eigenes Rennen bestreiten.

Für viele Außenstehende scheint die Leistung dieser Triathleten verrückt zu sein. All denjenigen sei jedoch gesagt, dass viele der Hawaii-Finisher noch vor wenigen Jahren oder Monaten ebenso gedacht haben. Vielen erschien die Tatsache, den Ironman zu bewältigen als schiere Fiktion, als frommer Wunsch. Aber Wünsche sind frei und machen frei. Niemand hindert einen daran, darüber nachzudenken, wie es sein könnte, einen solchen Wettkampf zu bestreiten. Und während man darüber nachdenkt, und einen kleinen Schritt in diese Richtung zurücklegt, merkt man oft, dass man sich dem Traum langsam aber stetig sichert. Nichts ist unmöglich!