Ironman http://ironman.blogg.de/ Auf dem Weg zum Ironman. de Mon, 24 Oct 2005 09:36:15 +0200 http://backend.userland.com/rss blogg.de rss@blogg.de webmaster@blogg.de Tschüss und Auf Wiedersehen http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=54


Ein herzliches "Tschüss" an alle Weblog-Leser

Vom Jet-lag aus dem Bett getrieben, schreibe ich diese Zeilen um 7 Uhr in der Früh. Draußen ist es stock dunkel und es regnet. Kona und Hawaii scheinen so weit weg wie es nur geht. Nun ja, einmal um die Welt ist ja auch kein Pappenstiel. Eine Woche ist es her, dass ich die Ziellinie am Pier von Kona nach 10:24:04 Stunden als 581. überquert habe. Zeit, wenn auch nicht genug, um in Ruhe über alles nachzudenken.

Immer noch bin ich enttäuscht, dass es mit meiner 10-Stunden-Schallmauer nicht geklappt hat. Vor dem Hintergrund meiner erhöhten (38.1) Temperatur, mit der ich in den Wettkampf gegangen bin, hat sich mittlerweile bei mir jedoch ein Gefühl der Zufriedenheit durchgesetzt. Unter den (leider nicht optimalen) Voraussetzungen, habe ich dass Beste gegeben, und mein Trotzkopf sagt ständig, dass mir das erst mal einer nachmachen soll. (Der geneigte Leser merkt schon, es wird in meinem Hirnstübchen immer noch kräftig diskutiert).

Wie auch immer, vorbei ist vorbei. Was bleibt unter dem Strich? Ein gutes Gefühl. Zu aller erst fällt mir auf, dass ich, im Gegensatz zu früher, immer noch motiviert bin und (wenn auch auf niedriegerem Niveau) weiter trainieren werde (früher habe ich nach einem solchen Wettkampf schon mal drei Jahre pausiert und ausschließlich den Golfschläger geschwungen). Wäre doch schade, die hart erarbeitete Form so einfach verkommen zu lassen.

Darüber hinaus haben mir auf Hawaii einige Leute von dem Ironman in Kanada vorgeschwärmt. Das würde mich sehr interessieren. Ich könnte mir (zumindest im Moment) gut vorstellen, dort teilzunehmen, wenn auch auf nicht höchstmöglichen Leistungsniveau. Ich könnte einfach nach dem Motto "Dabei sein ist Alles" mitmachen und das Ganze in einen schönen dreiwöchigen Urlaub einbauen. Hört sich doch super an. Lars und Thomas haben auch schon Interesse bekundet. Thomas ist von Hawaii sogar dermaßen inspiriert zurückgekehrt, dass er nun für einen spätere Teilnahme an einem Ironman trainiert – er, der bei seiner Ankunft in Kona noch eine Packung Zigaretten dabei hatte.
Für das Jahr 2007 haben dann mein Bruder Jörg und meine Sponsor Uli Bongen angekündigt eine Langdistanz zu bestreiten, und anschließend nach Hawaii zu reisen, um sich das Spektakel dort einmal anzuschauen. Das wäre wieder mal ein schöner Anlass, um aufs Ganze zu gehen. Pläne, Pläne, Pläne – och, planen schadet ja nichts. Kann man ja mal so stehen lassen. (Übrigens. Wer Lust hat: mueller@yacht.de, oder aber - eher selten - mmmathiasmueller@t-online.de)

Das Motto für den bevorstehenden November kann dabei jedoch nur lauten: Füße hoch und Pizzaservice. So wenig Sport wie möglich – oder nötig. Ich denke da an eine Runde Alster pro Woche. Was mich derzeit am meisten interessieren würde ist, ob es mir gelingen würde, über den Winter an meiner Schwimmtechnik zu arbeiten. Es kann doch nicht sein, dass ich immer so weit hinten aus dem Wasser komme. Das wäre zumindest ein schönes Ziel für die nächste Saison. Aber wie gesagt, alles Schnee von morgen.

Zurück zum Weblog an sich: Ich hoffe, ich konnte mit meinen Beiträgen vermitteln, dass man in der Vorbereitung auf einen Langstrecken-Triathlon sehr wohl viel Spaß haben kann, und nicht unbedingt sein Leben in totaler Askese fristen muss. Im Gegenteil, nur wer auch neben dem Training noch Spaß hat, erhält sich die Motivation für das zum Teil harte Trainingsprogramm aufrecht. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass es nicht schlimm ist, wenn die eine oder andere Trainingseinheit ausfällt, weil man sich dem Freizeitprogramm widmet. Klar, eine ordentliche Vorbereitung ist Pflicht wenn man einen Ironman bestreiten möchte. Wenn man sich jedoch vor Augen führt, dass es letztlich nicht die große Rolle spielt, ob man fünf Minuten schneller oder langsamer ins Ziel kommt, oder wenn man bedenkt (wie bei mir passiert), dass eine gute Zeit noch von ganz anderen Faktoren abhängen kann, dann sollte man sich eine gewisse Lässigkeit zugestehen.

Um noch einmal die Eltern meines lieben Freundes Männi Szelersky anzusprechen, die in einem Kommentar fragten, ob ich ihren Sohn nicht vielleicht auch zum Ironman motivieren oder führen könnte: Mehr denn je bin ich nach meinem Besuch in Kona der Meinung, dass jeder einen solchen Wettkampf bestreiten kann. Jeder der will! Mein Bruder Stefan hat dies vor acht Jahren bewiesen, als er, ausdauersporttechnisch unterentwickelt, innerhalb von eineinhalb Jahren zum Eisenmann wurde und mittlerweile, als zweifacher Ironman, schon mehr Marathonläufe bestritten hat, als ich. Mein Freund Udo hat es bewiesen, der zwar seit vielen Jahren Triathlet ist, dem aber viele Bekannte eine Langstrecke in unter 11:30 Stunden (wie er sie im Juli in Roth abgeliefert hat) nicht zugetraut haben. Und Thomas, mein rauchender Golflehrer-Freund, wird der Nächste sein, der es beweist: Wille ist Alles!

Für Männi wird es eine Kleinigkeit sein, sich so einen Wettkampf unter den Nagel zu reißen, da bin ich sicher. Nur Wollen muss er wollen.
An alle diejenigen Leser, die noch Zweifel haben: Thomas und ich haben abends auf der Finishline-Party einen 80 Jahre alten Herren über die Ziellinie in Kona laufen sehen. Außerdem einige Athleten, die über 60 und 70 Jahre alte waren. Von den Körperbehinderten Athleten ganz zu schweigen. Wer will mir da noch erzählen, dass jemand um die 30 Jahre dies nicht schaffen könne?!
Und die Belohnung ist riesig! "You are an Ironman!!", hat der Sprecher bei jedem Atleten, der spät in der Nacht über die Zeillinie am Pier gelaufen ist, gerufen. Ich schwöre, dass hat die Zuschauer dermaßen bewegt – Thomas hatte Tränen in den Augen! (ich auch)

Also liebe Leute. In doppeltem Sinne: Ran an den Speck. Das Training für einen solchen Wettkampf ist zwar mitunter anstrengend, gibt aber letztlich ein sehr gutes, befriedigendes Gefühl. Das die längst zu eng gewordenen Jeans und T-Shirts, die im Kleiderschrank vor sich hin gammeln, wieder passen, ist dazu ein schöner Begleitumstand. Ganz davon ab, - es muss ja nicht gleich ein Langstreckentriathlon sein. Überall in Deutschland werden sogenannte Jedermann- oder auch Sprint-Triathlons angeboten, bei denen man 500 Meter Schwimmen mit 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen verbindet – ein super Einstieg, der nicht minder Spaß macht.

So, das war es jetzt. Ich bin mir sicher, der Weblog wird mir fehlen. Andererseits freue ich mich über ein Stück wieder gewonnener Freiheit. Mal sehen, was ich mit der frei werdenen Zeit anfange. Lesen? Andere Dinge schreiben? Trainieren? Faulenzen? Keine Ahnung. Sollte einer der Weblog-Leser mal Lust auf eine gemeinsame Alsterrunde haben, schreibt einfach eine Mail. Freue mich immer über eine schöne Plauderrunde.

Ach herrlich, jetzt kann ich aufhören, und kann doch nicht wirklich. Abschied nehmen fällt schwer. Oder wie hat Katja Ebstein gesungen: Abschied ist ein bißchen wie sterben (war doch die Ebstein, oder?!)
Liebe Leute, ich wünsche allen ein schönes Leben! Viel Spaß auf Eurer eigenen Road to Kona, wenn Eure Ziele auch andere Namen tragen. Die Hawaiianer sagen so etwas wie "Pa`a", was so viel bedeutet wie "Geh voran, verfolge Deine Ziele, lass Dich nicht von Deinem Weg abbringen".
In diesem Sinne!!

Herzlichst, mathias



Tschüss und Auf Wiedersehen – vielleicht ja in Kona?! ]]>
Mon, 24 Oct 2005 09:36:15 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=54
Auf Wiedersehen bis Montag in der Heimat! http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=53
Euch gilt noch einmal ein herzliches Dankeschön für die aktive Unterstützung über dieses Medium.
Bis Montag aus der Heimat..... Herzlich Euer mathias.]]>
Wed, 19 Oct 2005 08:03:11 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=53
Wunden lecken http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=52


Glücklich im Ziel. Zum dritten Mal auf Hawaii

Solche Blasen sind so ziemlich das blödeste, was man haben kann. Wie können solche kleinen Dinger einem dermaßen das Leben versauen. Ich humpel durch die Gegend, als hätte ich eine riesen Verletzung oder einen wahnsinnigen Muskelkater - habe ich aber nicht. Es ist nur eine Blase. Verdammt, nicht gerade eine heldenhafte Verletzung.



Nach 1:12 Stunden aus dem Wasser

Außerdem konnte ich mit dem Ding gestern auf der Party im LuLus nicht tanzen. Na, ich hatte aber auch so Spaß. Im LuLus wird traditionell nach der Siegerehrung ein Bier eingenommen. Alle (na, fast alle) sind da. Auch die Herren Hellriegel, Vukowicz, Leder, Zäck u.s.w. Eine gute Gelegenheit noch mal in aller Gelöstheit über das Rennen zu sprechen. Im Vordergrund stand der Fakt, dass sich alle über den Sieg von Faris Al-Sultan gefreut haben. Ein sehr symphatischer Athlet, der eine grandiose Leistung abgeliefert hat. Kopfschütteln dagegen bei allen Athleten, über das Verhalten vom Vorjahressieger Normann Stadler, der nach zwei Platten sein Rad in die Lavafelder geschmissen hatte. So richtig scheint er den Dreh mit Symphatie und Medienwirksamkeit noch nicht raus zu haben.



Die Nase im Wind auf dem Highway No.19 (!)

Wie auch immer. Ich musste heute Morgen meine Radkiste packen. Eine Arbeit die wirklich nicht viel Spaß macht, deutet sie doch schon auf die nahende Abreise hin.



Auf dem Weg Richtung Natural Energy Lag liefs gut

Noch mal zu meinem Rennen. Gestern in dem Video bei der Siegerehrung sagte eine Athletin "Ironman is a test to the character" - der Ironman ist ein Test für den Charakter. Ich war mir ja, wie gesagt, lange nicht im Klaren darüber, ob ich mich nun freuen soll, es geschafft zu haben, oder ob ich enttäuscht sein soll, weil es nicht so gelaufen ist, wie ich es mir insgeheim erhofft hatte. Nun, mittlerweile bin ich froh, dass ich die vier Stunden lang dauernde Diskussion mit meinem inneren Schweinehund (der mich von der Strecke jagen wollte) gewonnen habe. Alles ist gut. Mit dem Ergebnis kann ich leben. Nicht zuletzt, weil mir viele Leser dazu gratuliert haben, und Familie Nicolaisen demnächst meine Getränke in den dritten Stock tragen will. Herrlich.



Ein Foto als Erinnerung - mit Medaille und Lei

Den Eltern von Männi S. möchte ich noch einen schönen Gruß zukommen lassen. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Junge das Zeug zum Eisenmann hat. Er muss nur ab und zu bei mir vorbei kommen und mit viel Spaß seine Runden drehen. Lockerheit ist der Schlüssel. Wer weiß, vielleicht reicht es ja sogar irgendwann für Hawaii. Ich könnte es mir vorstellen.



In der Wechselzone nach dem Schwimmen

Überhaupt möchte ich an dieser Stelle noch einmal ein wenig von der Inspiration loswerden, die man hier in Kona erfährt. Wir haben hier einen Mann im Alter von 80 Jahren über die Ziellinie laufen sehen. Außerdem Rollstuhlfahrer, und Athleten, welche die ganze Strecke mit nur einem Bein oder einem Arm absolviert haben. Im Ernst, jeder kann einen Ironman schaffen. Der Wille ist tatsächlich (fast) alles. Sollte dieses Weblog auch nur einen Leser dazu bringen, es selbst zu versuchen, würde ich mich riesig freuen. Freuen würde mich aber auch, wenn Leser nur mit dem Joggen, o.ä. beginnen würden. Es muss natürlich nicht immer ein Ironman sein.

Gestern waren über 1500 Leute auf dieser Webseite. Als ich dies eben gesehen habe, hat es mich fast umgehauen. Ich möchte betonen, ich werde hier nicht nach Clicks bezahlt, mitnichten. Aber es freut mich wie verrückt! Danke, Danke, Danke für das Interesse.

So, und bevor ich mich der psychischen Verarbeitung des Rennens weiterhin hier hingebe, gehe ich besser an den Strand. Übrigens zum ersten Mal in den letzten elf Tagen. Morgen habe ich neue Gedanken.

Herzlichst, mathias



Mit letzter Kraft ein Lächeln

P.S: Die eingeblendeten Fotos sind von den offiziellen Veranstaltungs-Fotografen geschossen worden. Ich habe sie abfotografiert. Ich hoffe, die Qualität ist so noch ausreichend.

P.S.II: Ich muss an dieser Stelle Hannes Blaschke von Hannes-Hawaii-Tours danken. Ohne seinen Internetzugang wäre dies hier nicht möglich gewesen. No way. DANKE.]]>
Tue, 18 Oct 2005 02:22:46 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=52
Gut oder nicht gut?! http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=51


Dreifacher Hawaii-Ironman glücklich im Ziel

Aber der Reihe nach. Am Freitag, als ich an dieser Stelle schrieb, dass ich mich sehr schwach fühlte, wurde ich tatsächlich krank. Alle Gelenke taten mir weh, und nachdem Lars mir sein Fieberthermometer gegeben hatte, und dieses 38.1 Grad Celsius anzeigte, wussten wir auch, dass ich mir mein Schwächegefühl nicht nur einbildete. Ich habe in der folgenden Nacht einige T-Shirts durchgeschwitzt, aber Besserung war am Rennmorgen nicht zu sehen. Immernoch zeigte das Messgerät 38.1 Grad an.



Ohne Druck auf der Palani-Road

Ich hätte gern mit einem Arzt telefoniert, um einen Rat einzuholen, ob es vernünftig ist, mit dieser Temperatur an den Start zu gehen. Allein, ich wusste nicht, wen ich anrufen sollte. Also beschloß ich, mich der Aufgabe zu stellen.

Beim Schwimmen fühlte ich mich eigentlich auch ganz gut. Als ich jedoch aus dem Wasser stieg, hatte ich starke Kopfschmerzen. Das die Leistung nicht so toll war, belegte auch die Zeit. 1:12 Stunden hatte ich im Wasser verbracht. Na ja.



Mit Druck bei Kilometer 120 auf dem Highway

Richtig schlimm wurde es jedoch auf dem Rad. Ich hatte null (und wenn ich schreibe null, dann meine ich null) Druck. Auf dem Highway, wo ich sonst im Training in Aeroposition mit 35 Sachen gefahren war, fuhr ich aufgerichtet mit den Händen am Oberlenker. Athleten überholten mich, die ich sonst im ganzen Rennen nicht gesehen hätte, es sei denn nach den Wendepunkten. Es war einfach ein Alptraum. Wahnsinn.

Ich musste mir also die Frage stellen, ob das hier alles überhaupt irgendeinen Sinn machte. Aber konnte ich aufgeben, wo in den letzten Wochen hunderte Menschen diesen Weblog angeklickt,und somit großes Interesse an der Leistung eines Mittelmaß-Triathleten gezeigt hatten? Nö! Ich kam zu der Überzeugung, dieses Ding zu beenden. Egal wie. Ich sah mich in meiner Vorstellung schon im Dunkel den Marathon abwandern, geschmückt mit Leuchtstäbchen, welche die Race-Marshalls den letzten Athleten aus Sicherheitsgründen umhängen.




Beim Laufen auf dem Highway sah es recht gut aus

Es war eine Tortur. Der Weg hoch nach Hawi zog sich wie Kaugummi, und letztlich hielt ich sogar zum Wasserlassen an - spielte ja eh keine Rolle mehr. Ich war einfach überhaupt nicht im Rennen. Schubbelte nur rum. Keine Chance, gegen die Schwäche anzukämpfen, es war einfach nichts da!! Und das bis Kilometer 120! Nichts da! Überhaupt nichts. Nada. Ätzend.

Bei Kilometer 120 jedoch spürte ich plötzlich ein wenig aufkommende Kraft. Und die nutzte ich. Auf den letzten 60 Kilometern der Radstrecke bin ich dann an rund 150 Leuten vorbeigerauscht. Und ich wußte nicht, ob ich mich freuen sollte, dass es endlich lief, oder ob ich noch frustrierter sein sollte, weil es vorher so überaus mies war.



Müder Blick, aber wacher Wille - es ging voran

Ich entschied mich für positives Denken und setzte alles daran, möglichst schnell voranzukommen. So wie das Rennen bisher gelaufen war, wollte ich doch zumindest darum kämpfen, als Daylight-Finisher über die Ziellinie zu laufen. Das bedeutete, dass ich versuchen musste die elf Stundenmarke zu unterbieten. Das Rad stellte ich letztlich nach rund 5:36 Stunden ab, was einem 33,3er Schnitt gleich kam. Ohne Worte.

Den Marathon lief ich recht vorsichtig an. Trotzdem hatte ich schon nach Kilometer eins eine riesige Blase unter dem rechten Fußballen. Super, so was wünscht man sich, wenn man noch 41 Kilometer vor sich hat. Von jetzt an hatte ich nur noch ein Ziel: Nicht stehen bleiben, immer weiter laufen.

Nach rund 15 Kilometern, ich hatte mich wieder hoch zum Highway gekämpft, lief es dann richtig gut, und ich sammelte weiter Athleten ein. In diesem Jahr war während des Rennens ungewöhnlich wenig Wind, was zwar auf dem Rad sehr schön ist, auf der Laufstrecke jedoch für tierische Hitze sorgte.



Gehen bei der Verpflegung im Energy-Lab


Es galt also: Kühlen, kühlen und noch mals kühlen! In jeder Verpflegungsstation schnappte ich mir zuerst drei Schwämme. Dann griff ich zwei Becher mit kaltem Wasser, welche ich mir über den Kopf schüttete. Es folgte ein Becher Cola, den ich gierig in mich hinein schluckte, dann wieder zwei Becher Wasser über den Kopf. Letztlich wischte ich mit den Schwämmen meine Arme und den Nacken ab, und weiter ging es Richtung nächster Verpflegungsstation. In der Tat sind diese Erfrischungsstände das einzige, was mich während dieses Hitzerennens motiviert, weiterzumachen.



Humor hat, wer trotzdem lacht. Mut der Verzweiflung

Irgendwann, es ging auf die letzten zwölf Kilometer, musste ich jedoch bei den Verpflegungsstellen gehen. Meine Kraft neigte sich dem Ende. Es gelang mir jedoch immer wieder, nach zwanzig, dreißig Meter, mit dem Laufen weiterzumachen. Und so ging es mit jedem Schritt dem Ziel entgegen. Immer wieder schaute ich auf mein Armbändchen. "Wille ist alles", stand da, und so widerstand ich der Versuchung zu gehen. Außerdem waren Lars und Thomas die ganze Zeit auf dem Highway in meiner Nähe, und versuchten mich aufzumuntern. Sie haben mir nie gesagt, was sie denken,wenn ich schrecklich stöhnende Laute von mir gebe, gerade so, als bräche ich jeden Moment zusammen.



Mit Thomas Hellriegel (Platz 35) im Zielbereich

Jutchen, ich bin nicht zusammengebrochen. Am oberen Ende der Palani-Road, als noch eine Meile, oder rund 1600 Meter zu laufen waren, blickte ich Thomas zum letzten Mal an, bevor er ins Ziel vorfuhr - mit geballter Faust. Ich wußte, ich würde es schaffen. Und ich wußte, dass mein Marathon mich zurück ins Rennen gebracht hatte. Die letzten tausend Meter waren furios, der Lauf auf der Zielgeraden unvergesslich. 10.23 Stunden stand auf der Anzeigetafel, und ich war plötzlich doch sehr zufrieden. Vor allem, weil ich es geschafft hatte, mich weder von zunehmender Frustration noch von erhöhter Temperatur, unterkriegen zu lassen.

Es dauerte nur ein paar Sekunden, da tauchte Thomas auch schon auf, und ich fiel ihm in die Arme. Herrlich! Ein Freund, ein echter Freund...



Mit Lars vor den Massagebänken

Es folgte ein Massage. Dann ein Bier mit meinen zwei Freunden (Lars musste noch den Wagen wegbringen und hatte etwas länger gebraucht).

Was bleibt unter dem Strich. Soll ich zufrieden sein, oder enttäuscht? Enttäuscht, weil ich doch eigentlich in diesem Jahr stärker war denn je. Bei den Windverhältnissen hätte ich vielleicht meinen Traum von der Zehn-Stunden-Marke auf Hawaii erreichen können.Zufrieden, weil ich - wie ich glaube - unter den Gegebenheiten, das Beste herausgeholt habe. Und letztlich, bestärkt durch die ersten Telefonate mit der Heimat, entscheide ich mich für Zufrieden.



Wer sieht kaputter aus, Athlet oder die Betreuer?!

Welch ein Wechselbad der Gefühle. Auf der Radstrecke hatte ich gedacht, dass ich mich nicht wundern müsse, wenn die Weblogleser mir den Eisenstatus aberkennen würde. Im Ziel, die Realität, dieses Ding hier zum dritten Mal gepackt zu haben.

So, das soll es jetzt für heute sein. Ich werde erstmalig an den Strand gehen und ein Bierchen trinken. Ganz im Ernst: Nach einem Ironman-Tag, mit all dem süßen Kohlehydrat-Zeug, muss man einfach etwas herzhaftes zu sich nehmen!

Ich hoffe, ich konnte mein Rennen einigermaßen darstellen. Von jetzt an, wird dieser Weblog wohl ein wenig Richtung Reisebericht abdriften. Und ich kann nicht einmal sagen, dass ich darüber unglücklich bin.

Ersteinmal erneut Vielen Dank an Alle, die mir die Daumen gedrückt haben. An Euch hat es nicht gelegen, dass ich körperlich nicht voll auf der Höhe war. Danke, Danke, Danke! Wir hören.

Herzlichst, mathias ]]>
Mon, 17 Oct 2005 02:26:55 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=51
Zerschlagen, zerschossen und doch glücklich im Ziel! http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=50
Bei km 120 verspürte ich plötzlich wieder Druck in den Oberschenkeln und konnte die letzten 1 1/2 h auf dem Rad nicht nur viele Athleten einholen, sonder fand auch wieder in den Wettkampf zurück. Nach dem Radwechsel lief es auf der Marathonstrecke, trotz enormer Hitze (38 Grad, keine Wolke am Himmel), wieder recht ordentlich. Die 3:34h reine Laufzeit können sich daher sehen lassen! Plötzlich habe ich das Ziel in 10:23h erreicht. Die Platzierung ist mir noch unbekannt, kann jedoch auf der Seite www.ironmanlive.com nachgeschaut werden. Ich persönlich werde mich morgen mit einem ausführlichen Beitrag und Bildern bei Euch melden. Herzlich mathias]]>
Sun, 16 Oct 2005 08:19:23 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=50
Alles ist ganz schweoööör http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=49


Der letzte Schliff beim Radputz



Während ich hier sitze, fühlt sich meine Stirn fiebrig an, - Thomas ist Zeuge!! Ich friere bei 30 Grad Außentemperatur und ich habe Mühe, die Finger über die Tastatur zu schicken. Anyway.

Vor dem Einchecken des Rades habe ich es noch einmal ein wenig geputzt. Wieso man das macht? Keine Ahnung. Vielleicht weil alles dann besser funktioniert, vielleicht, ist es ein wenig, um dem Drahtesel ein bißchen Respekt gegenüber zu erweisen, vielleicht macht man es aber auch nur, um sich abzulenken. Außerdem fährt Michael Schumacher auch immer in einem blitzsauberen Wagen.

Im Parc fermé, der abgeschirmten Zone, in der nun alle Fahrräder der Teilnehmer stehen, kommt man beim Addieren bestimmt locker auf einen Materialwert von einigen Millionen Dollar. Der Wahnsinn.

Im Vergleich zum mir machte die Familie Leder (Nicole und Lothar), die wir gestern hier bei Hannes trafen, einen völlig ruhigen Eindruck, und ließen sich auch von einem kleinen Plausch und einem Erinnerungsfoto mit mir nicht aus der Ruhe bringen.



Und wieder: Elite (Fam.Leder) trifft Mittelfeld

Von meinen nervösen Anwandlungen mal abgesehen, machen mir immer noch meine geprellten Rippen (Siehe Beitrag "(Wochen)Ende mit Schrecken") und meine Zerrung an der rechten Pomuskulatur arge Probleme. Allein, damit muss ich nun leben, ob ich will oder nicht.

Wer wissen möchte, wir das Rennen hier läuft, kann unter www.ironmanlive.com den streamer nutzen. Wer etwas mehr Zeit hat, muss auf meinen nächsten Eintrag warten, den ich hoffentlich wenige Stunden nach dem Rennen absetzen kann. Überhaupt werde ich wohl bis zum 23. Oktober hier weiter schreiben. Für diejenigen, die sich für ein körperliche und psychische Nachbereitung des Rennens interessieren. Ich weiß noch nicht, wann das Handelsblatt die Nase von mir voll hat, deshalb werde ich hier mal meine private E-Mail notieren: mmmathiasmueller@t-online.de.



Optimale Vorbereitung? Mit Thomas am Waipio-Valley

Gut, es kann sein, dass dieser Beitrag etwas unstrukturiert ist, die geneigten Leser mögen dies bitte auf meinen derzeitigen Zustand zurückführen. Außerdem möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Interessierten herzlich bedanken. Der große Zuspruch vor allem in den vergangenen Tagen hat mächtig gut getan - mich aber auch ein wenig unter Druck gesetzt. Was soll's, kämpfen ist eh angesagt.



Auch nicht optimal: Noch mal auf dem Mauna Kea

Ich wünsche allen einen schönen Samstag und eine schöne darauf folgende Nacht. Ich werde an Euch denken, wenn ich glaube, nicht mehr weiter zu können. Auf mein Armbändchen hat Thomas (in Abwesenheit von Petra Müller-Lommel) längst geschrieben, was einzig wichtig ist: Wille ist alles!
Aloha und herzlichst, mathias]]>
Sat, 15 Oct 2005 05:23:34 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=49
Kribbeln ohne Ende http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=48


Lustige Amis und auch Athleten beim Underwear-Run

Die Amerikaner laufen ja meist mit lässigen Surf-Shorts herum, während wir Deutsche oft nur slip-ähnliche Speedos (so die Amerikaner) tragen.

Nach dieser lustigen Episode sind wir dann also zum Schwimmen. Und wieder habe ich einen abgehängt. Yes! Wenn ich Thomas noch hinzu zähle, fühle ich mich schon fast als schnellster Schwimmer dieses Planeten. (Ja, so motiviert man sich!).



Stimmung am Pier beim morgendlichen Schwimmtraining

Auf dem Rückweg vom Schwimmen, wollte sich Thomas, angeheizt von dem ganzen Renn-Flair, auch einem Wettkampf stellen. Das Ergebnis sieht man im Foto unten. Ich will ihn ja hier nicht verpfeifen, aber ich kann ohne zu flunkern behaupten, dass der Reifen nach der ersten (weitläufigen) Runde um seinen Körper wieder auf dem Boden lag.



Sportliche Leistung der besonderen Art von Thomas

So bald wir dieses hier zu Ende geschrieben haben, machen wir beiden uns auf, ein wenig mehr von der Insel zu erkunden. Außerdem möchte ich ihm unbedingt noch den Mauna Kea zeigen. Das ist für mich als Wettkämpfer wahrscheinlich eine nicht ganz vernünftige Aktion, aber Ablenkung ist besser als sich vor lauter Langeweile die Nerven zu zerbeissen. Also los.

Eben waren übrigens Nicole und Lothar Leder hier bei Hannes-Hawaii-Tours. Und natürlich haben wir ein Foto geschossen. Dieses werde ich dann morgen liefern, ich muss es erst klein rechnen.

Jutchen, wir schwingen uns nun zu höchsten Höhen. Hoffentlich nicht das letzte Mal in diesen Tagen.

Herzlichst, mathias]]>
Fri, 14 Oct 2005 00:25:42 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=48
Es wird ernst http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=47


Das Bändchen zeigt: Es wird ernst!

Zuvor war ich mit Thomas beim Schwimmtraining, wo ich 25 Minuten absolvierte. Und, zu meiner großen Überraschung, habe ich drei Leute gezählt, die noch langsamer waren als ich, was mich in den ersten Minuten recht positiv stimmte. Die rund zig Athleten die schneller waren als ich, habe ich nicht gezählt.



Mit Thomas "Kalkleiste" am Pier von Kona

Ein schönes Erlebnis hatte ich jedoch beim Schwimmen. Auf dem Rückweg zum Pier schwamm unter mir ein Manta durch. Sah richtig gut aus. Wieder an Land tauchte der Vorjahressieger und großer Favorit für den Samstag, Normann Stadler mit dem Rad auf. Gegen ein Erinnerungsfoto hatte er nichts einzuwenden. Zack olé. Der Junge ist übrigens austrainiert wie Hölle. Echt wahr.



Spitzenathlet Stadler trifft Mittelfeld

Nach Empfehlung von Dänemarks Nationalcoach Michael Krüger, bin ich nach einem ausführlichen Frühstück mit Lars noch einmal für eine zweistündige Radeinheit auf den Highway gefahren. Und beim Anblick der anderen Triathleten, und vor allem auch, als ich den heftigen Wind mal wieder spürte, kamen mir die schon bekannten Selbstzweifel.

Ich habe mir dann eine Strategie zurecht gelegt. Ich werde mir einfach realistische Ziele setzen, die mich nicht zu sehr unter Druck setzen. Ich werde also einfach versuchen, der schnellste Athlet vom ATV Hückeswagen zu sein. Oder der schnellste, der im Uhlenhorsterweg wohnt - Hausnummer 19. Oder vielleicht sollte ich versuchen, der Schnellste zu sein, der am 8.12.66 Geburtstag hat - und Mathias Müller heißt. Das sollte doch machbar sein.

Gut, morgen steht für mich nur ein zehn Minuten dauerndes Schwimmtraining auf dem Programm. Herrlich, das klingt nach Urlaub. Ich werde an dieser Stelle berichten. ]]>
Thu, 13 Oct 2005 06:22:26 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=47
Aller guten Dinge sind Drei http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=46


Mit Thomas beim Joggen auf dem Alii-Drive

Zuerst möchte ich jedoch vom gestrigen Abend erzählen, und mir drängt sich der Verdacht auf, dass Benne irgendwo hier in Kona war, denn - wie wir ja alle schon seit Wochen wissen - Benne ist ja eigentlich immer schuld. So wohl auch an meinem gestrigen Rausch.



Hannes (l.), Crew und ein Athlet im Hintergrund

Alles fing mit der Welcome-Party an, welche das Team von Hannes-Hawaii-Tours gestern auf einem Boot organisiert hatte. Zu beginn verlief alles ganz gesittet, aber nachdem das Essen eingenommen war, tanzten plötzlich hundert Menschen auf den Tischen und wer nicht gerade tanzte, stand an der Bar, um Drinks zu ordern.



Bruchsal (Th.Hellriegel) trifft Hückeswagen

Ich hielt mich natürlich völlig zurück und unterhielt mich erst einmal sehr ausführlich mit dem ersten deutschen Hawaii-Sieger (1997) Thomas Hellriegel. Ich kann nur sagen, er ist ein äußerst aufgeschlossener Zeitgenosse, der mir darüber hinaus noch symphathischer wurde, weil er meine Heimatstadt Hückeswagen (deren Namen ich gestern auf meinem T-Shirt trug) nicht nur kannte, sondern dort auch schon einmal beim Triathlon gestartet war (nämlich 1989 bei den deutschen Jugendmeisterschaften).

Gut, irgendwie haben mich die anderen dann doch noch zum Mitfeiern überredet. Hinzu kam später jedoch, dass ich in einer Kneipe (völlig alleine) bis elf Uhr am Abend auf die Ankunft von Thomas warten musste. Was sollte ich anderes tun, als mich mit einigen Erfrischungsgetränken über Wasser zu halten?! Als mein Freund dann endlich vor mir stand, war die Freude natürlich so groß, dass wir dies wiederum mit einigen oben schon angesprochenen Getränken feiern mussten.



Nach dem Schwimmen am Pier

Unsere Nacht war in folge dessen recht kurz. Punkt. Thomas war trotz Feiern, Zeitumstellung und Klimawechsel jedoch sehr motiviert heute Morgen und ist mit mir die drei Kilometer zum Pier gelaufen, wo wir dann schwimmen waren. Das erste Schwimmtraining am Pier! Und wie es früher auch immer war, so erlebten wir auch dieses Mal eine super Atmosphäre. Überall Top-Triathleten, die plaunderten und plauschten.

Wir beließen es trotz dieses motivierenden Rahmens jedoch bei lockeren 15 Minuten, denn Erholung ist in den letzten Tagen vor dem Wettkampf das Wichtigste.



Hückeswagen und Danish-Dynamite, Sindballe (l.) und Krüger (r.)

Morgen werden wir erneut am Pier schwimmen und anschließend eineinhalb Stunden locker Radfahren. So hat es mir Michael Krüger, früher ATV-Hückeswagener und heute Nationalcoach der Dänen empfohlen. Ihn trafen wir übrigens am Morgen, als er mit seinem Topathleten Torbjörn Sindballe zu einer Radeinheit aufbrach. Torbjörn war im vergangenen Jahr hier Sechster und soll dieses Mal einen Platz unter den besten Dreien erreichen.

Und dann möchten Lars und ich Thomas natürlich noch den unglaublich schönen Blick vom Mauna Kea präsentieren, den die Leser des Weblogs ja schon genießen konnten. Mal sehen, ob das morgen funktioniert.
Ich werde auf jeden Fall an dieser Stelle darüber berichten. Einstweilen genießen wir einfach das herrliche Wetter hier. Das Leben kann so schön sein, wenn man Erlebnisse mit seinen Freunden teilen kann - und sei es nur über diesen Weg, des Weblogschreibens.

Herzlichst, mathias]]>
Wed, 12 Oct 2005 06:25:46 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=46
Vom Winde verweht http://ironman.blogg.de/eintrag.php?id=45


Auf dem Weg von Hawi nach Kona

Im Vergleich zu gestern, sind wir heute letztlich fast drei Stundenkilometer langsamer im Schnitt gefahren - dafür waren wir anschließend fast doppelt so kaputt. Wahnsinn. Lars schrie mich nach 3 Stunden Fahrt sogar an, dass er sein Rad nie mehr anfassen würde. "Ich beende hiermit meine aktive Laufbahn als Trainingsweltmeister", rief er. Das hat er mir zwar schon desöfteren im Spaß angekündigt, heute jedoch hatte seine Stimme einen Klang, der die ganze Angelegenheit als festes Vorhaben erscheinen lies.



An der sehr willkommmenen Verpflegungsstation

An dieser Stelle soll mein Freund hier nun einmal selbst äußern, wie er die Strecke auf Hawaii und die äußeren Verhältnisse einschätzt:
"Wieder mal habe ich mich von Mathes breitschlagen lassen. Obwohl ich wußte was mich erwarten würde bin ich also erneut mit nach Hawi gefahren um von dort aus den Rückweg nach Kona anzutreten. Bereits nach wenigen Kilometern war klar, heute ist es noch heftiger als gestern. Die Bedingungen, Hitze, extemer Wind und die ewige Weite des Highways machen einen fertig. Ich war bereits nach der Hälfte am Ende, zumal mir die Hitze wohl mehr zusetzt als Mathes. Vor allen, die sich am kommenden Wochenende diesen Bedingungen aussetzen ziehe ich den Hut. Das hier ist der schiere Wahnsinn."



Während die anderen schon power-radeln

Meine Zweifel zumindest, sind nach der heutigen Ausfahrt wieder größer den je. Wie soll ich die doppelte Strecke von heute schaffen, und dann auch noch einen Marathon hinten drauf laufen? - vom Schwimmen will ich gar nicht anfangen, das geht irgendwie so mit.
Nun, irgendwie wird es schon gehen (müssen). Aufzugeben wäre für mich ein Alptraum, um ganz ehrlich zu sein. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als zu versuchen ruhig zu bleiben und die ganze Sache dann am Samstag so zu nehmen, wie sie kommt. Wollen wir ehrlich sein: Niemand hat gesagt, dass hier würde einfach werden. Und einfache Sachen kann ja schließlich jeder!

Heute Abend kommt mit Thomas mein zweiter Supporter an. Ich bin jetzt schon gespannt, ob und wie er auf die Atmosphäre hier reagiert. Wir selbst werden uns, bevor er ankommt, bei der Begrüßungsparty von Hannes-Hawaii-Tours auf einem Schiffsausflug amüsieren. So long.

Herzlichst, mathias

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Tue, 11 Oct 2005 04:13:10 +0200 mmueller http://ironman.blogg.de/trackback.php?id=45